Something Struck Me
Skulpturale Lichtinstallation
Offenbach / Hafen 2, Luminale / Biennale für Lichtkunst, 2010
Holz; Acryl-Rohre; Reflex-Film; LED-Scheinwerfer
Um Platz für ein neues Wohngebiet zu schaffen, wurde das alte Offenbacher Hafengebiet nach und nach abgetragen. In der Nähe des damals noch erhaltenen
Lokschuppens der einstigen Hafenbahn machten die Bauarbeiten vor einer ehemaligen
Ölhalle Halt. Diese kurze Baupause ermöglichte einen einwöchigen Eingriff in die sich rapide verändernde Umgebung: den Aufbau der skulpturalen Lichtinstallation Something
Struck Me. Abgetragene und ausgediente Balken, überwiegend aus dem Hafengebiet vor Ort zusammengetragen, sowie gebrochenes, gesplittertes Holz türmen sich zu einer groben Holzkonstruktion auf und brechen, gewissermaßen geordnet von Licht geführt, über eine Länge von 18 Meter wieder in sich zusammen, bis ihre letzen Segmente am Boden ruhen. Hochreflektierendes Material umhüllt zugeschnittene Acrylstäbe, die die Neonröhre imitieren. LED-Strahler illuminieren die Installation.
Something Struck Me bedeutet wortwörtlich getroffen werden, blitzartig berührt. Es sind die Mikromomente, manchmal nur Millisekunden - bevor man etwas zu erfassen versucht. Ein Zustand des Staunens über etwas Überwältigendes, ohne anfangs zu wissen was es
will, was es fragt, oder wohin es führt.
Skizze Atelier / Hafengebiet / Day / Night / Abbau
Metamorphose I / Lackierung Farbe Schwarz
THERE WILL BE A SHIP
Rauminstallation
Hafen 2, Interim.projekte #40.13, Offenbach, 2013
Holz; Kunstharzlack, Objekte, Plots
CONSIDER DEPTH WHEN YOU WANT TO MOVE - Bedenke/Berücksichtige Tiefe, wenn du dich bewegen willst - ist in großen Buchstaben in schwarzer Schrift auf weißer Wand zu lesen. In der raumgreifenden Installation THERE WILL BE A SHIP ist es um die Tiefe bestimmt. Leichtigkeit, flexibles Handeln und schnelles Verstehen sollen uns in Bewegung versetzen. Gewicht gilt es loszuwerden, zu schwer Gewordenes über Bord zu werfen. Minimalisieren und Reduzieren sind die Parolen unserer Zeit, die sich horizontal an der Oberfläche erleben und erledigen lassen sollen.
Die Vertikale wird oftmals nur nach oben steigend bedacht - geht es um ein Weiter, dann um ein Höher, ein Schneller. Was aber ist mit dem Vermögen der Tiefe? Tiefgreifende Entscheidungen, gewichtige Inhalte, komplexe Zusammenhänge, bedienen sich allesamt der Vertikalen, steuern in die entgegengesetzte Richtung. Erkenntnisse und Erfahrungen liegen vor allem unterhalb des Sichtbaren. Das schwere Gefährt, sechs Meter lang, scheint still zu stehen. Ist es auf Grund gelaufen? Nein. Es nutzt dem Moment der scheinbaren Stille vielmehr als Potential, um in die Tiefe zu gehen, um das Fahrwasser zu finden.
Installation im Lokschuppen / Vorbereitungen Atelier & Lokschuppen / Aufbau
vertical draw down
Rauminstallation
cab_In, Bahnhofsviertel, Frankfurt a. M., 2014
Holz; Acryl-Rohre; Reflex-Film; LED-Scheinwerfer
Ein übriggebliebenes, verlassenes Treppenhaus zu einer ehemaligen, bereits abgerissenen Tiefgarage bot die Gelegenheit einer vertikalen Rauminstallation, die das Material in einen Strom und Gegenstrom versetzt. Unterschiedliche Kräfte ziehen aneinander, gegeneinander. Spannungen biegen und zerren das Holz über zwei Stockwerke in geführte Richtungen. Angestrahlte Neonröhren-Imitationen unterstützen dieses Kräfteverhältnis im Raum. vertical draw down wurde in Kooperation mit Janine Maschinsky/projektmaschinE und Jens Burgert/Bar während dem einwöchigen Interim-Projekt cab_In 2014 im Frankfurter Bahnhofsviertel gezeigt.
Erschließung Off Space / Installation vertical draw down / Bar Pop-Up / Vernissage & Programm mit various artists
Metamorphose II / Umlackierung Farbe Rot
Rauminstallation
Blaues Haus e.V., Frankfurt a. M., 2014
Holz; Kunstharzlack; Schrauben
point of red konzentriert das Material geballt auf zwei Punkte im Raum, die sich als Schwergewichte gegenüberstehen. Scheinbar einander ähnlich, verhandeln die beiden Blöcke ihre Verschiedenheit, als Gleichberechtigte auf Augenhöhe. Sie versinnbildlichen einen Zustand höchster Konzentration: Der Moment des Sammelns von Energie als Vorbereitung auf die nahenden Turbulenzen innerhalb eines Disputs. Einem tiefen, nach innen gerichteten Atemzug gleich. Das grobe gebrochene Holz, die sich gegenüberstehenden Gesichter, lassen vermuten, dass die anstehende Auseinandersetzung keine einfache wird.
Aufbau point of red im Blauen Haus e.V. / Abenddämmerung Niederräder Ufer Frankfurt am Main
The City, it turned Red!
Rauminstallation
Japan Center, Frankfurt a.M., 2015
Holz; Kunstharzlack; Schrauben
Für die Installation The City, it turned Red! wurde das Material von point of red in etwa verdoppelt, um den Körper einer fiktiven Großstadt, dessen architektonische Ballungen und räumliche Spannungen zu inszenieren. Modellhaft im Charakter, befinden wir uns in einer Art Gotham City, die wenig bis gar keinen Raum mehr für menschliche Bewohner vorsieht. Möglicherweise bevölkern andere Spezies dieses Stadtstruktur, die sich fundamental von uns unterscheiden, da sie keinerlei Luft oder Licht benötigen. Auch wenn sie ihre vertikalen Behausungen nicht verlassen zu scheinen, ist die Farbe Rot hingegen unverzichtbar. Flora und Fauna fehlen. Ergänzt durch wenige leere Flächen, ragen die brachialen Hochhäuser Seite an Seite, nahezu ohne Unterlass in die Höhe, gehalten durch ein Nebeneinander. Die Arbeit wurde einmalig zur Nacht der Museen im 25. Stockwerk des Japan Center im Frankfurter Bankenviertel gezeigt und nach zwölf Stunden wieder abgebaut.
Atelier Teilaufbau Test / Installation Japan Center